Besuch in der Saline in Pratteln

Autor: Wüstenfuchs

Dass die Vernetzung ein Segen sein kann, erfuhren wir vor ein paar Tagen, als wir unseren ersten Ausflug mit 4 anderen Homeschooling-Familien miterleben durften. Dank der guten Kontakte untereinander und der Bereitwilligkeit die Neuen in die bestehenden Mailinglisten aufzunehmen, hatten wir die Möglichkeit mit insgesamt 6 Erwachsenen und 13 Kindern die Saline in Pratteln zu besichtigen.

Im Vorfeld habe ich die Gelegenheit genutzt mit Füchschen zwei Experimente zum Thema zu machen. Angefangen haben wir damit, dass wir solange Salz in Leitungswasser einrührten bis es gesättigt war. Den einen Teil der so entstandenen Sole füllten wir in eine flache Schale, um das Salz durch Verdunstung zurück zu gewinnen, den anderen Teil in einen Kochtopf. Dann wurde die Sole so lange gekocht, bis sie wieder zu ihrer ursprünglichen Form zurück fand.

Füchschen war, wie immer, mit Feuereifer bei der Sache. Solange er keine Romane schreiben muss, findet er Experimente immer gut.....

Das zweite Experiment schlug Füchschen vor. Er kennt es schon seit längerem, aber findet es immer wieder lustig es zu widerholen. Man nehme zwei Gläser mit Leitungswasser, Salz und ebenfalls zwei Eier. In das eine Glas wird Salz eingerührt, ins andere nicht. Legt man nun die beiden Eier in die Gläser, passiert das, was Füchschen so spannend findet: eines der Eier steigt an die Oberfläche.

So gewappnet machten wir uns auf den Weg Richtung Basel. Trotz morgendlicher Rushhour kamen wir gut voran. Ziemlich pünktlich gegen 9.15 Uhr erreichten wir Rheinfelden. Nach einer 15minütigen Irrfahrt zu einem Wohnquartier mit dem Namen "Alte Saline", zu dem uns unser Navi brachte, fanden wir dann dank der Hilfe eines ganz und gar nicht virtuellen Hilfe eines netten Rheinfeldeners die gesuchte Saline. Dachten wir. Wie dem geneigten Leser schon längstens klar ist, stellten wir nach kurzem Nachfragen fest, dass das es in der Gegend ZWEI Salinen gibt! Eine in Rheinfelden und eine in Pratteln. Im Moment unserer Einsicht war unsere Schweizerische Pünktlichkeit schon einer massiven Verspätung gewichen. 45 Minuten nach der abgemachten Zeit erreichten wir die Saline in Pratteln. Der theoretische Teil war gerade vorbei und die Führerin begab sich mit uns in die Fabrik.

In riesigen Kesseln wird die Sole aus dem nahen Salzberg gekocht, zentrifugiert und getrocknet und am Ende in Säcke verpackt. Füchschen staunte über die riesige Lagerhalle, in der 30m hoch Salz in allen Varianten gelagert wird: Speisesalz, Regeneriersalz, Streusalz für die Strasse, etc.

Am Ende der Führung betraten wir ein grosse hölzerne Halle, in der ein viele Meter hoher Salzberg lagerte. Um uns das Glück gewogen zu machen durfte jeder drei handvoll Salz mit der Linken über die rechte Schulter schmeissen. Das hätten wir mal am Morgen machen sollen! Vielleicht wäre uns dann der Stress mit der Ortsuche erspart geblieben. Auf der anderen Seite hatte die Irrfahrt auch ihr Gutes. Einerseits half Füchschen aktiv beim Navigieren mit und wir haben - im Gegensatz zu den anderen - beide Salinen gesehen und zu guter Letzt ist es halt einfach die Schule des Lebens, die einen in solchen Situationen lehrt die Ruhe zu bewahren und das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Lernen kann man immer was, aber oft ist es was anderes, als man sich anfangs gedacht hatte!

 

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Kommentare: 1
  • #1

    deniz (Montag, 23 September 2013 20:24)

    sehr schone Treff. Ich lebe Basel und wir wollen auch homeschulsystem machen. konnten Sie mich informieren wie lehren Sie zu hause ihre Kinder. lehrmetarilaen geben Stadt oder finden Sie selbst? Ich brauche wirklich daruber etwas zu lernen

    sudagidan@gmail.com